Erfahrungsbericht U3 USB Stick im Ausland
Mein Kollege „Braveheart“ hat mir freundlicherweise die Veröffentlichung seines U3 Erfahrungsberichtes in Italien genehmigt.
Vielen Dank , Braveheart, für diesen sehr interessanten und ausführlichen Bericht!
U3 – ein hochinteressantes Thema – wurde in
der Praxis während meines Urlaubs in Italien verprobt.
Im lokalen und regionalen Umfeld meines Urlaubsortes habe ich
– neben dem Internetzugang in meinem Hotel – einige
Internetcafes aufgesucht um den U3 Standard auf seine Kompatibilität,
die Einsatzmöglichkeiten im Ausland sowie überhaupt
bestehender Probleme im Praxisbetrieb zu testen.
Folgende
Applikationen - die auf einem Extremmemory 2GB Stick installiert sind
–waren mit auf der Reise:
U3 Applikationen & Tools:
Mozilla Firefox 1.5.0.3 by John T. Haller – Theme: Noia 2.0 eXtreme 3.12 / Extensions: DOM Inspector 1.8; Infocom Monitor 0.3; ShowIP 0.8.0.3; Adblock v.5 dr
Mozilla Thunderbird 1.50 by Your Brianz – keine Themes oder Extensions
IrfanView 3.98 – Bildbetrachter (Bilder sicher mittels Einsatzes eine Mini USB Hubs und eines separaten Card Readers auf den Stick laden und dann per eigenem E-Mailclienten als Postkarte nach Hause schicken)
Open Office 2.0 by John T. Haller – Office auch im Urlaub
EssentialPIMPortable 1.71 – kleiner Terminkalender und Adressenverwaltung, vergleichbar mit Mozilla Sunbird
TotalCommander 6.54 – Dateimanager und FTP Client
SpeedCommander 11.1 – Dateimanager, FTP Client und Verschlüsselungssoftware für nicht U3 kompatible Software
avast! Antivirus U3 Edition 1.0.81 – ein unbedingtes „MUSS“ für U3 Nutzung an einem fremden Rechner inkl. gutem on-access Scanner
McAfee Antivirus – für die zweite Meinung, leider wirklich nur als on-demand Scanner tauglich
Sonstige USB Stick kompatible Software, die nicht über das U3 Launchpad läuft: Mittels SC11 lassen sich *.exe Dateien im ZIP Format Version 4.60 mit 256bit AES verschlüsseln, diese lassen sich bestens in einem separaten Ordner auf dem offenen Wechsellaufwerk des U3 Smart Drives hinterlegen.
Foxit PDF Reader 1.3 – PDF’s ohne Installation schnell lesen
Portable ClamWin Antivirus 0.88.2.3 – die dritte Meinung – nicht nur für den Stick, sondern auch für den Host-PC!
Vor Ort ergab sich in meinem Hotel folgende Lage:
Es
stand ein Hot Spot für sämtliche Gäste zur Verfügung.
Gleichzeitig konnte man sich kostenlos ein Laptop ausleihen. An der
Rezeption sind Tickets für den Internetzugang zu erwerben. Die
Kosten beliefen sich auf zwei EUR für eine Stunde, vier EUR für
zwei Stunden und 10 EUR für 24 Stunden.
Funktionsweise
des Hotspots (W-Lan):
Die Rezeption des Hotels erstellte ein
kleines Ticket aus einem zufällig gewählten Username und
einem Passwort mit acht Ziffern respektive Buchstaben, dieses musste
innerhalb von 48 Stunden aktiviert werden bevor es verfallen war. Der
Zugang erfolgte über eine separate D-Link Wireless Karte mit WAP
Verschlüsselung in Verbindung mit dem Router des Hotels.
Die
Hardware/Software des hoteleigenen PC:
Zur Verfügung
gestellt wurde ein etwas älteres Laptop mit einem Intel Pentium
III 700 MHz Prozessor mit 128 MB RAM und einer 8,5 GB Festplatte,
leider war kein Akku vorhanden, so dass eine externe Stromquelle
zwingend erforderlich war.
Auf dem Rechner war ein Windows XP
Pro inkl. SP 2 inkl. der neuesten Updates in einer
italienischsprachigen Version installiert. Die im OS bereitgestellte
Firewall war aktiviert, als Virenschutzlösung war eine AVG
Freewarevariante vorhanden. Weiterhin war eine Windows Office XP
Software und ein Adobe Reader 6.0 installiert. Als Browser wurde
standardmäßig der Internet Explorer eingesetzt.
Auf
dem Laptop war lediglich eine Partition belegt (C:/) und jeder Nutzer
im Hotel hat mit Administratorrechten diesen Rechner genutzt (das
Passwort wurde bei der Aushändigung an der Rezeption
mitgeliefert).
In der Historie dieses PC’s ließen
sich eine fehlerhafte Deinstallation einer veralteten Symantec Norton
Anti-Viren-Lösung feststellen.
Weiterhin waren
zahlreiche „Verlaufspuren“ der vorherigen Nutzer sowohl
auf dem Rechner als auch in tieferen Bereichen des OS vorhanden. Nach
meiner Kenntnis lagen dort keine sicherheitsrelevanten Dinge für
den PC, aber sicherlich für die User.
Internetcafes in
Italien:
Ohne es vorwegzunehmen, lassen Sie die Finger davon!
Nach meinem zweiten Versuch habe ich es aufgegeben. Trotz
recht passabler landestypischer Sprachkenntnisse war es nicht
möglich, hier einen Vertrauen erweckenden Zugang mit dem USB U3
Stick zu ermöglichen. Im ersten Fall habe ich eine - zwar nett
an zu sehende Dame angetroffen – die aber jedwede PC Kenntnisse
vermissen liess angetroffen. Im zweiten Fall war es schon
interessanter – der Inhaber war vor Ort. Leider war dieser
unter keinen Umständen bereit – auch mit der Möglichkeit
mir über die Schulter zu schauen und das Launchpad in
italienischer Variante zu starten – das einstöpseln des
Sticks zu erlauben.
Bedenklich finde ich dieses umso mehr,
dass sich diese Internetcafes inmitten äußerst beliebter
touristischer Ziele befunden haben. Ich möchte da nichts böses
unterstellen, aber …..!!!???
FAZIT:
Der
Einsatz des USB U3 Sticks im Hotel war eine gute und einigermaßen
sichere Variante sich im Internet zu bewegen. Die auf dem Stick
vorhanden Sicherheitslösungen haben sich bestens bewährt,
es wurde kein schadhafter Code gefunden.
Alle Programme ließen sich in der Installationssprache (deutsch respektive englisch) bedienen, fehlende *.dll Sprachdateien z.B. bei der avast Anti-Viren-Lösung wurde über das Liveupdate nachgeladen.
Der Firefox Browser und das Thunderbird E-Mail Programm haben einwandfrei funktioniert. Beide Dateimanager liefen gleichfalls vollkommen fehlerfrei.
Open Office war auch auf dem ressourcenarmen Laptop mit einiger
Zeitverzögerung perfekt bedienbar.
Für mich war es
sehr angenehm, ohne Laptop in den Urlaub zu fahren (immer wieder die
Frage wohin damit ohne die Gefahr des gestohlen Werdens).
U3
funktioniert unter den gegeben Gesichtspunkten einwandfrei!
Frank Richter