Rising Antivirus 2008 – Vorstellung Teil 1
Unser Kollege „Andi“ aus dem securITy-dome.eu Forum hat sich einen relativ neuen Virenscanner angeschaut und sehr umfangreiche Berichte geschrieben. Das Produkt „Rising Antivirus“ wird im folgenden Artikel kurz „RAV“ genannt. In diesem ersten Teil werden die verschiedenen Funktionen und erste Schritte erklärt. Vielen Dank an „Andi“ für diesen Bericht!
Themen dieses Berichts (was Sie erwartet):
Einleitung
Installation --> Programmgruppe für Rising Antivirus / Zu installierende Komponenten
Programm-Übersicht - -> Einstellungsassistent / Hauptfenster
Programm-Funktionen
Scan
Auto-Protect - -> Datei-Monitor / Email-Scan / Scriptschutz
Proaktiver Schild - -> Systemabsicherung / Anwendungskontrolle / Anwendungs-Safe / Programmstartkontrolle / Verhaltenskontrolle / Versteckte Prozesse finden
Tools - -> Anwendungs-Safe 2.0 / Integrierter Scan für Drittprogramme / Backup des Rising Installationsprogrammes / Quarantänestation
Schnelltest
Weitere Funktionen - -> Aktionen / Log-History / Betrachten / Einstellung / Hilfe
Kontextmenü
Interne Links
Externe Links
Einleitung:
In den letzten Tagen habe ich mich entschlossen mit dem Test des Rising Antivirus 2008 zu beginnen.
Als Testsystem steht
mir ein fast blankes Windows XP Professionell mit Service Pack 3 und
allen anderen wichtigen Updates und Patches vom Stand des 13.8.08 zur
Verfügung.
Die Windows-XP Firewall ist aktiviert.
Einzig zum Zwecke der einfacheren Verarbeitung von Screenshots ist Faststone Capture installiert.
In diesem Test möchte ich mich lediglich auf die Freewareversion des RAV (Rising Antivirus) konzentrieren.
Installation:
Das Programm überraschte mich zu Beginn der Installation gleich mal positiv, als in der Sprachauswahl auch deutsch zur Verfügung stand.
Nun kann man zwischen 2 Modi der Installation entscheiden:
minimale Installation
komplette Installation
Ich entscheide mich für die komplette Installation.
Danach werde ich
aufgefordert einen Speicherplatz für das Programm zu
bestimmen.
Auf meinem Testsystem habe ich nur eine Festplatte,
also ist der Installationspfad entsprechend auf C:\
Weiter fällt positiv auf, das RAV vor der Installation den Arbeitsspeicher auf Schädlinge überprüfen will, um so sicher zu stellen das der Virenscanner auf ein sauberes System installiert wird.
Was im Bild nicht
lesbar ist, füge ich hier ein:
Zielverzeichnis für
Rising Antivirus --> C:\Programme\Rising\Rav
Programmgruppe für Rising Antivirus:
Folgende Programmgruppe kann bei der Installation gebildet werden:
Rising Antivirus
Zu installierende Komponenten:
Folgende Komponenten stehen bei der Installation zur Auswahl:
Rising Hauptprogramm
Auto-Protect
Dateimonitor
Email Scan
Scriptschutz
Proaktiver Schild:
Anwendungs-Safe 2.0
Rising Integrierter Scan:
Integrierter Scan für Microsoft Office/Internet Explorer
Integrierter Scan für Drittprogramme
Integrierter Scan für Microsoft Outlook
Rising Tools:
USB-Stick Auto-scan
Quarantänestation
Backup des Rising Installationsprogramms
Rising Benutzerregistrierung
Rising Ressourcen:
Sprachauswahl
Englisch
Chinesisch (Langzeichen)
Unterstützung für Russisch
Unterstützung für Deutsch
Skins:
Mystische Schatten
Wie man sehen kann, wartet RAV mit einigen interessanten Dingen auf.
Nachdem RAV den Arbeitsspeicher überprüft hat, sollte das System neu gestartet werden.
Während des
Neustarts werden alle Treiber und Dienste auf Schädlinge
überprüft. Dies kann eingestellt werden, dazu später
mehr.
Auf diese Art sollte Malware gefunden werden können,
wenn diese sich noch nicht verstecken konnte, weil sie noch inaktiv
ist.
Programm-Übersicht:
Nachdem das System
gestartet ist, öffnet RAV den Einstellungsassistenten.
Hier
habe ich mit Absicht alle Einstellungen auf "Auslieferungszustand"
belassen.
Im Grunde sollten die 3 Bilder selbsterklärend
sein.
Einstellungsassistent:
Beim
Updateverhalten kann man nur dann eine Uhrzeit einstellen, wenn man
etwas anderes wählt als "automatisch", zB "einmal,
täglich, wöchentlich".
Hauptfenster:
Danach
erscheint das Hauptfenster und alle auf dem Desktop abgelegten
Piktogramme (Verknüpfungen).
Das diese vorher nicht sichtbar
waren mag aus meiner Sicht auch ein sicherheitstechnisches Feature
sein, denn was nicht da ist kann man nicht anklicken und somit auch
nicht absichtlich Schädlinge herein bitten.
Das Haupfenster zeigt die derzeit installierte Version des RAV an, das Datum des letzten Updates, das Datum der enthaltenen Signaturen, sowie das Datum der letzten Gesamtprüfung.

(Die
hier zu sehenden Reiter werden nach der Reihe erklärt)
Da ich das Programm bereits ein wenig erforscht habe wirkt der Reiter "Schnelltest" auf mich auch nicht schlecht.
Es wird eine
Überprüfung der Einstellungen vorgenommen, dabei werden
auch die Daten der Updates berücksichtigt.
Folgerichtig zeigt
das Programm auch an, das man ein Update machen, sowie die
Festplatten scannen sollte.
Auch fehlt noch
diverse Einstellungen vorzunehmen.
Gegen Ende des Berichts dazu
noch eine Äusserung.
So folgt dann als
logische Schlussfolgerung zuerst einmal ein Update.
Das Update
dauert recht lange, ca. 15 Minuten.
Erfolgt dann aber nach einem
weiteren Tag ein Update, so ist dies recht schnell geladen und
installiert.
Nachdem die Daten heruntergeladen und installiert sind, wird RAV deaktiviert und es wird dem Benutzer empfohlen einen Neustart des PC´s durch zu führen (Dies wohl nur weil es neben den Signaturupdates auch Programmupdates zu installieren gab).
Gesagt, getan.
Nun
können wir uns die Reiter im Hauptfenster mal genauer ansehen.
Programm-Funktionen:
Im Folgenden finden Sie eine Übersicht über die gebotenen Funktionen von Rising Antivirus 2008.
Scan:
Unter "Scan" werden wie in einem Explorer die verfügbaren Laufwerke angezeigt, welche man nach schadhafter Software untersuchen kann.
Beim Klick auf
"Start" wird der Virenscan unter den getätigten
Einstellungen vorgenommen.
Arbeitsspeicher, Bootsektor, sowie
Festplatte C sind bereits ausgewählt. Der Scan dauert hier rund
20 Minuten bei einer Festplattengröße von 15 GB und der
Installation der Eingangs genannten Programme.
Nach einem Klick auf "Setup" gelangt man im Scanmenü in die Einstellmöglichkeiten und kann dort einstellen wie RAV bei einem Virusfund zu verfahren hat.
Dazu gibt es 3 Möglichkeiten, die nacheinander abgefragt werden:
Bei Virusfund = Rückfrage an den Benutzer
Wenn Isolierung fehlschlägt = Rückfrage an den Benutzer
Wenn Löschung fehlschläg = Rückfrage an den Benutzer
Bei allen 3 Vorgaben stehen einem die Möglichkeiten zur Auswahl:
Rückfrage an den Benutzer
Virus entfernen
Datei löschen
ignorieren
Zu scannende Dateitypen sind alle angewählt.
Ein Schieberegler gibt zudem vor, wie intensiv die Suche nach Schädlingen sein soll und in der Standardkonfiguration ist diese Suche auf ein ausgewogenes Mittelmaß eingestellt.
Im
Benutzerdefinierten Scan kann man auch noch auswählen welche
Dateitypen einer Suche unterzogen werden sollen.
Auch hier ist
alles, bis auf Mailbox-Dateien ausgewählt.
Insgesamt hat man in
diesem Fenster weitere Möglichkeiten.
Hier können
automatische und manuelle Scans eingestellt werden, ein Taskplaner
lässt sich nahezu haarklein einstellen indem man dort die
Häufigkeit der Scans, die zu scannenden Dateien und Bereiche
festlegen und das Verfahren bei Schädlingsfund einstellen kann.
Ein geplanter Scan dauerte bei mir kaum 7 Minuten lang.
Ebenso lässt
sich der Startup-Scan einstellen, welcher beim Hochfahren von Windows
die eingestellten Tasks abarbeitet.
Es können "Alle
Festplatten“, "Startdiskette“,
"Windowssystemverzeichnis“ und "Alle Dienste und
Treiber“ beim Startup gescannt werden.
Voreingestellt ist
nur der Scan nach "Alle Dienste und Treiber“.
Die Häufigkeit des Updates kann sich ebenso unter Scan einstellen lassen.
Auch der integrierte
Scan für Office und IE lassen sich hier konfigurieren. In beiden
Fällen werden alle Dateitypen untersucht.
Seltsam hingegen
finde ich, das der integrierte Scan für Outlook nicht den Scan
nach Mailbox-Dateien vorsieht.
Unbekannte Dos,- Windows und
Bootsektorviren, sowie mögliche Schadscripte werden ebenfalls
nicht untersucht, alle Einstellungen lassen sich jedoch verändern.
Auto-Protect:
"Auto-Protect" untergliedert sich wiederum in 3 weitere Kategorien, die selber auch noch erweiterbar zu editieren sind:
Dateimonitor
Email-Scan
Scriptschutz
Dateimonitor:
Der "Dateimonitor"
gibt vor, in welchen Dateitypen nach welchen Arten von Schädlingen
gesucht werden soll.
Interessant und im Grunde auch logisch (aus
meiner Sicht) ist, das selbst unter der höchsten Einstellung
nicht nach gepackten Schädlingen gesucht wird.
Werden die
Schädlinge entpackt, oder befinden sich in selbstextrahierenden
Archiven, so werden sie gefunden, zumindest im Idealfall.
Allerdings
lässt sich der Punkt "gepackte Dateien" nachträglich
auswählen.
Weiter sind im Dateimonitor folgende Virustypen von der Untersuchung ausgeschlossen:
"mögliche Dos-Viren"
"mögliche Windows-Viren"
"mögliche Schadscripte"
"unbekannte Bootsektorviren"
Dies mag der
Unterschied zwischen der Freewareversion und der Bezahlversion sein.
Jedoch lassen sich die fehlenden Häkchen bei oben genannten
möglichen Viren nachträglich setzen. Im Grunde halte ich es
für fahrlässig, nicht nach solcher noch unbekannter
Schadsoftware zu suchen.
Email-Scan:
Im Bild 3 von 4
(unten links) ist der Email-Scan abgebildet.
Die Feinstellung ist
identisch mit dem Dateimonitor.
Auch hier sind die
oben genannten Viren nicht angehakt, ebenso wird im
benutzerdefinierten Scan nicht die Mailbox-Dateien untersucht. Es
muss wohl daran liegen, das einkommende/ausgehende Mails automatisch
untersucht werden und ein weiterer Scan daher überflüssig
erscheint.
Aber auch hier lassen sich leere Felder mit einem Haken
versehen.
Im kleinen Fenster
"Ports festlegen" sind die Ports 25 und 110 bereits
vergeben.
Weitere Ports können leider nicht vergeben werden,
auch wenn dort noch so schön der Button "hinzufügen"
steht.
Möglicherweise eine Eingrenzung der Freewareversion.
Scriptschutz:
Das 4. Symbol
"Scriptschutz" ist das nächste Ziel.
Die
Einstellungen des Benutzers sind darin recht simpel gestrickt.
Es sind die Möglichkeiten vergeben:
Rückfrage
Script ausführen
Script überspringen
Ein Hinweisfenster dazu bleibt laut Voreinstellung 15 Sekunden sichtbar, ausserdem wird ein Log erstellt.
Proaktiver Schild:
Das Proaktive Schild unterteilt sich in folgende Komponenten:
Systemabsicherung - überwacht und schützt Schwachstellen des Betriebssystems gegen mögliche Malwareangriffe
Anwendungskontrolle - überwacht verdächtige Programme und begrenzt deren Zugang zu Systemressourcen
Anwendungs-Safe - schützt ausgewählte Anwendungen gegen mögliche Malwareangriffe. Jeder Benutzer kann Schutzregeln festlegen für Onlinespiele, Instant Messenger, Online Banking
Programmstartkontrolle - Ermöglicht Benutzern, das Startverhalten von angegebenen Programmen zu überwachen und so die Ausführung von möglichen Schadprogrammen zu verhindern und Veränderungen festzustellen
Verhaltenskontrolle - überwacht laufende Programme auf Malware-typische Verhaltensweisen. Der Benutzer kann verdächtiges Verhalten gestatten oder ablehnen
Versteckte
Prozesse finden - verborgene Prozesse werden dargestellt, die im
Windows Task Manager nicht angezeigt werden.
Hierzu gehören
mögliche Malware und Rootkits
(Hervorgehobene Funktionen werden nach der Reihe erklärt).
Wie im obigen Bild
zu sehen ist sind standardmässig alle Funktionen eingeschaltet.
Desweiteren können alle Funktionen editiert werden.
Dazu klickt man logischerweise auf den "Setup"-Button und steht dann erstmal vor einer Sicherheitsabfrage, in welcher man ein 4-stelliges, grafisch dargestelltes Passwort in die Eingabezeile wiederholen muss (Captcha). Dieses 4-stellige Passwort muss bei jedem 1. Besuch in diesem Konfigurationsmenü eingegeben werden. Hat man das Passwort einmal eingegeben, so kann man innerhalb dieses Menüs wechseln so oft man will. Geht man dabei einmal raus und will wieder rein erfolgt eine erneute Passwortabfrage.
Danach steht einem die Benutzeroberfläche mit ihren Einstellmöglichkeiten zur Verfügung.
Systemabsicherung:
Als erstes fällt
hierbei ein Schieberegler auf, mit welchem man die Stärke der
Überwachung einstellen kann.
In dieser Standardkonfiguration
steht er auf der Mitte von 3 möglichen Einstellungen.
Selbst die niederste Stufe bedeutet noch Schutz und ist nicht etwa die Einstellung für gar keinen Schutz mehr. Diese Einstellung gilt wohl eher für PC´s mit schwachen Ressourcen.
In der höchsten Einstellung soll man die Belastung des Systems spürbar bemerken, da alle Dateien sehr gründlich überprüft werden.
Wie im Bild
erkennbar ist, ist dort ein Button "Benutzer", unter
welchen weitere Feineinstellungen vorgenommen werden können.
Dazu gehört:
Systemereignismonitor:
Monitor für globale Hooks
Treibermonitor
Veränderung von Kernelspeicherdaten
Treiberinstallation
Registryschutz:
(siehe dazu untere Hälfte des obigen Bildes).
Wie zu sehen ist
geht es hier nun richtig ans Eingemachte.
Die Funktionen und
Möglichkeiten scheinen schier unendlich.
Viele weitere
Funktionen sind im Bild nicht sichtbar.
Kurze Zusammenfassung:
Systemkonfiguration
Überwachung des Schlüssels von Image File Execution Option (IFEO)
Command Prozessor Einstellungen
Und noch sehr viele
Möglichkeiten mehr, u.a. können auch BHO (Browser Helper
Objects) damit überwacht werden.
(Alle Felder haben bereits
ein Regelwerk, auch die Felder die nicht angehakt sind, die Regeln
können editiert werden).
Schutz kritischer Prozesse:
IE-Browserbeschränkungen: cmd.exe, wscript.exe, cscript.exe, dllcache und weitere unterliegen ebenfalls bereits voreingestellten Regelwerken
Systemprozessschutz: regedit, taskanager, services, explorer, winlogon, svchost und viele weitere Anwendungen unterliegen auch hier einem bereits voreingestellten Regelwerk
Schutz von Systemdateien:
kritische Systemverzeichnisse
Computergruppen Policy Shutdown Skript
Startup Skript (logoff und logon Skript)
System Driver Verzeichnis
IE Verzeichnis
Und viele weitere unterliegen auch hier bereits voreingestellten Regelwerken (keine angewählt):
Systemdateien
MS-Dos-Konfigurationsdatei
Autorundatei
Hostsdatei
Ntldr, Bootmanager, Userinit, services, svchost, lsass und weitere haben auch hier bereits voreingestellte Regeln
Anwendungskontrolle:
Hier können Anwendungen die der Überprüfung bedürfen hinzugefügt werden. Bislang ist die Kontrolleinheit leer.
Klickt man auf "hinzufügen", so bekommt man eine Liste aller derzeit aktiven Prozesse angezeigt, die man durch setzen eines Häkchens zur Kontrolle hinzufügen kann.
Mittels Klick auf "erlauben" öffnet sich ein winziges Fensterchen, in welchem man die Verhaltensweise des RAV einstellen kann.
Zur Verfügung stehen hierbei:
erlauben
ablehnen
Hinweis
Man sollte hier schon genau wissen was man macht, denn entweder versperrt man sich den Zugang zu gewissen Programmen, oder ermöglicht unbekannter Schadsoftware das unbemerkte Verändern eines Programms.
Anwendungs-Safe:
Auch hier findet man
ein leeres Fenster vor, welches man mittels betätigen des
Buttons "hinzufügen" füllen kann.
Wie auch
unter oben genannter Anwendungskontrolle können auch hier für
die hinzugefügten Programme Regeln entsprechend "erlauben“,
"verbieten“ und "Hinweis“ erstellt
werden.
Ebenso wie oben sollte man auch hier bei der Vergabe von
Regeln genau wissen was man macht.
Programmstartkontrolle:
Die Bilder ähneln
sich wie ein Ei dem anderen.
Ein Button "hinzufügen"
ist wie immer vorhanden und zeigt nach betätigen wie in einem
Explorer alle gestarteten Programme.
Klickt man eines dieser Programme an und wählt dieses aus, ist ein erster Unterschied zu vorherigen Auswahlmechnismen zu erkennen.
Es öffnet sich ein weiteres Fenster in welchem das eben ausgewählte Programm (svchost) namentlich benannt wird und man mit einem weiteren Klick auf das nächste "hinzufügen" eine neue Regel für dieses Programm erstellen kann.
Hier kann dann im nächsten aufpoppenden Fenster ein Regelname, Programmname und die gewünschte Aktion eingestellt werden, mit welcher das ausgewählte Programm behandelt werden soll.
Verhaltenskontrolle:
Hier gibt es weit
weniger Einstellmöglichkeiten.
Ein Schieberegler steht auf
mittlerer von 3 möglichen Stufen und die Buchstabenkürzel
dazu sind auch in deutsch gehalten:
N = niedrig
M = Mittel
H = Hoch
Die Einstellung ist
so gewählt, das RAV bei Maleware-ähnlichem Verhalten eine
Rückfrage an den Benutzer gibt.
Einzige weitere Möglichkeit
wäre, das RAV nur eine Meldung ausgibt, ohne das der Benutzer
dort eingreifen kann.
Es hat in diesem Fenster noch 2 Felder, die bereits angehakt sind:
Log erstellen
nach Ende des Prozesses nach Virus-DNA suchen
Versteckte Prozesse finden:
Das letzte Fenster unter den Möglichkeiten des proaktiven Schilds ist auch am einfachsten gestrickt.
Es wird in einem Schaufenster innerhalb des Fensters das Ergebnis der letzten Prüfung mit Datum und Uhrzeit angezeigt.
Ein Button "jetzt
prüfen" springt sofort ins Auge.
Um beim Sehorgan zu
bleiben: die Prüfung dauert nur einen Wimpernschlag lang.
Standardmässig ist eingestellt, das RAV automatisch alle 60 Minuten nach versteckten Prozessen sucht.
Es sind wieder 2
Felder zum anhaken möglich (Log erstellen, versteckte Prozesse
melden), von denen aber nur "Log erstellen" angehakt ist.
Grade bei versteckten Prozessen halte ich diese Einstellung für
fahrlässig und es sollte eher der 2. Haken auch gesetzt werden.
Tools:
Tools ist der vorletzte Reiter im Hauptfenster des RAV und zeigt in einer Übersicht die Möglichkeiten an:
Anwendungs-Safe 2.0
intergrierter Scan für Drittprogramme
Backup des Rising Installationsprogramms
Quarantänestation
Wie im Bild oben zu
sehen ist, befindet sich hinter jeder Möglichkeit unter Tools
ein "ausführen".
Mit einem Klick auf jenes
"ausführen" gelangt man zu den Einstellmöglichkeiten.
Anwendungs-Safe 2.0:
Bei der Installation des RAV wird eine Verknüpfung des Anwendungssafe 2.0 auf dem Desktop abgelegt.
Nach einem Klick auf
"ausführen" öffnet sich ein weiteres Fenster mit
den im Anwendungssafe intergrierten Programmen.
Darin befinden
sich bereits einige Verknüpfungen.
Wie im Bild zu
erkennen ist befinden sich oben wieder einige Reiter hinter welchen
eine Zahl in Klammern steht.
Ich bin bei der Überschicht
geblieben und lasse mir alles (also Anzahl 63) anzeigen.
Im Bild kaum
sichtbar ausgewählt ist "Inland Revenue Authority of
Singapoore".
In diesem Bereich ist RAV stark merklich auf
chinesische, amerikansiche und teils islamische Banken und andere
Internetseiten ausgelegt.
In den Bereichen
Onlinegames und Messenger ist der Inhalt leer, obwohl dort jeweils
eine 20 und eine 4 als Anzahl steht.
Der Inhalt wird jedoch
sichtbar, wenn man ganz unten einen Haken bei "alle
unterstützten Programme anzeigen" setzt.
Das Hinzufügen
eines Internetlinks zur Deutschen Bank (nur als Beispiel) gestaltet
sich hierbei leider sehr schwierig, bzw unmöglich.
Ich habe
die Seite aufgerufen, eine Verknüpfung auf dem Desktop abgelegt
und war naiv genug zu glauben, das ich nun mittels Copy+Paste, bzw
drag+drop die Verknüpfung in den Anwendungssafe ablegen kann.
Weit gefehlt.
Alle Versuche schlugen fehl, mit keiner Weise liess
sich die Verknüpfung dazu bewegen sich in den Anwendungssafe
kopieren zu lassen.
Der umständliche Weg scheint über
den proaktiven Schutz zu laufen, in welchem man, nach Auswahl der
Ansicht "All Files" (statt nur .exe-Dateien) die
Internetverknüpfung unter einen Schutz legen kann.
Ob dies auch den gleichen Schutz bedeutet wie die im Anwendungssafe abgelegten, vorinstallierten Verknüpfungen kann ich nicht sagen, da die Verknüpfung zur Deutschen Bank nicht im Anwendungssafe auftaucht.
Vielleicht stosse ich hier auch bloss an die Grenzen der Freeversion, das wird sich spätestens mit dem Test der Vollversion zeigen.
Integrierter Scan für Drittprogramme:
Die hier im Bild
angezeigten Programme sind nur deshalb sichtbar, weil ich wieder
unten einen Haken gesetzt habe der alle unterstützten Programme
sichtbar macht.
Hinzufügen weiterer Programme ist nicht
vorgesehen.
Backup des Rising Installationsprogramms:
Dazu klickt man auf
"ausführen" im Übersichtsfenster und erhält
dann obiges Bild. Jetzt einfach nur noch einen Speicherort wählen
und auf "Weiter" klicken.
Ich habe diesen Vorgang
vollzogen und mich danach am gewählten Speicherort umgesehen.
Dort liegt dann eine Setup.exe bereit, die mich nach einem Klick darauf zu einem Menü führt, unter welchem ich folgende Möglichkeiten habe:
Komponenten hinzufügen/löschen
reparieren/neu installieren
deinstallieren
Quarantänestation:
Nachdem man auch hier auf "ausführen" klickt kommt man in die Quarantänestation, in welcher bereits die von mir kürzlich getesteten Eicar-Testviren liegen.
Hier kann man entweder über Reiter, Symbole, oder mittels Rechtsklick Aktionen an der in Quarantäne liegenden Dateien vornehmen, welche allesamt üblich für Virenscanner mit Quarantänefunktion sind.
Schnelltest:
Die Funktionen des Schnelltest sind in Kürze bereits zu Anfang dieses Berichts beschrieben und geben im Grunde nur eine Übersicht über die aktuelle Lage der Gesamteinstellungen des Programms.
Eingangs bezeichnete
ich diesen Reiter noch sinngemäss als sinnvoll.
Aber trotz
das ich alle Festplatten durchsucht habe, das Update auf dem
aktuellsten Stand ist wird mir nur eine geringe Sicherheit
bescheinigt.
Die Empfehlungen unter "Details" einen
Scan und ein Update zu machen führen zu keinem anderen Ergebnis.
Es kommt noch
"besser".
Bei einem wiederholten Test an einem anderen
Tag wurde mir VOR dem Update neuster Signaturen eine mittlere
Sicherheit angezeigt.
NACH dem Update war es nur noch
geringe Sicherheit.
Hier sollte wohl noch nachgebessert werden, denn was nutzt es dem Verbraucher wenn er lediglich eine bunte Anzeige sieht, das Gezeigte aber nicht mit der Realität übereinstimmt?
Weitere Funktionen:
Nachdem nun nahezu alle Funktionen des RAV beschrieben sind, welche man über die grafische Oberfläche erreichen kann, möchte ich mich nun den Möglichkeiten zuwenden welche man über die Reiter am obersten Rand im Fenster erreicht:
Aktionen
Betrachten
Einstellung
Hilfe
Aktionen:
Ein Klick darauf offenbart die darunterliegenden Möglichkeiten:
Scan
Stop (Scan)
Log History
Beenden
Die beiden obersten Punkte bedürfen nun wirklich keiner weiteren Beschreibung mehr.
Log-History:
Umschreibe ich die
Log-History mit nur einem Wort, dann müsste ich "Wahnsinn"
sagen.
Derart detailreich ist mir noch keine Log-History unter die
Augen geraten, wobei manches mal weniger auch mehr ist.
Das sich öffende
Fenster scheint mir auch das einzige zu sein, welches auf
Bildschirmgröße aufzuziehen geht und das ist auch absolut
notwendig.
Leider lassen sich die beiden Rahmen im Fenster in
ihrer Größe nicht verändern.
Das Log ist nicht nur detailreich, sondern in manchen Punkten einfach überladen, wirkt aber auf mich trotzdem noch übersichtlich.
Im Scan-Log unter
dem Punkt "Festgestellt am" öffnet sich nach dem Klick
auf das „+“ ein Untermenü in welchem das Datum der
Virenfunde angezeigt wird.
Klickt man dann auf das Datum wird
rechts im Bild sehr detailreich der Name und alles weitere über
den Fundort und die getätigte Aktion zum Schädling
beschrieben.
Diese Beschreibung wiederholt sich gleich mehrfach unter den Bereichen "Aktionsergebnis" und "Virusname" im Scanlog.
Im Auto-Protect-Log
geht es ebenfalls weiter unter "Alle Auto-Protect-Vorgänge",
"Festgestellt am", "Aktionsergebnis" und
"Virusname".
Das macht auf mich einen etwas überladenen
Eindruck.
Ansonsten kann ich über dieses Log nicht meckern.
Betrachten:
Unter diesem Punkt wird die grafische Oberfläche einfach nur in Schriftform wiederholt (Home, Scan, Auto-Protect .....) und kann hier auch über die Tastatur angesteuert werden.
Einstellung:
Erweiterte Einstellung: unter diesem Punkt sind die erweiterten Einstellfenster zu "erweiterte Einstellungen", "Auto-Protect" und "Proaktiver Schild" erreichbar.
Hilfe:
Die Hilfedatei steht
in der Freeversion nicht zur Verfügung.
Es wird dabei im
großen Fenster lediglich die Bestellabwicklung zur Vollversion
erklärt.
Kontextmenü:
RAV klinkt sich auch
in das Kontextmenü ein.
Befindet man sich z.B. auf dem
Desktop und klickt eine Datei mit rechter Maustaste an, so öffnet
sich das Kontextmenü.
RAV biete dort 2 Möglichkeiten an:
Scan mit Rising Antivirus (durchsucht nur die angeklickte Datei nach Schädlingen)
Rising Dateishredder
Die Methode und Stärke des Dateishredders ist unklar. Zwar heisst es die so gelöschten Dateien seien auch mit Hilfe anderer Programme nicht wiederherstellbar, aber einen Hinweis wie oft eine solche Datei gelöscht wird bleibt offen.
Interne Links:
Rising Antivirus 2008 Vorstellung – Teil 1: dieser Bericht
Rising Antivirus 2008 Erfahrungen – Teil 2: folgt in Kürze
Externe Links:
Download: http://www.rising-eu.com/index.php?menu=downloads
Preise: http://www.rising-eu.com/index.php?menu=store
Handbuch zur Version 2007: http://www.rising-download.de/RAV_2007_Handbuch_Version_2.02.pdf
Weitere Informationen bzw. zur Diskussion dieses Beitrags besuchen Sie unser Forum unter -->
http://www.security-dome.eu/forum/pA/index.php
Autor: Frank Richter
Co-Autor: Andi
Copyright: Frank Richter – securITy-dome.eu
Erstellungsdatum: 22.09.08
Letzte Aktualisierung: 22.09.08