Bericht zur Installation von Windows Vista Beta 2 in der 32bit-Version
Ich habe nun 3 Tage intensiv mit Windows Vista gearbeitet. Da ich das Thema chronologisch aufbauen möchte, fange ich mit dem Installationsprozess an.
Bei dieser Beta 2-Version handelt es sich um die „Ultra-Edition“, die wohl die umfangreichste Ausstattung aller Vista-Versionen mitbringt.
Hardware:
Windows Vista wurde als virtuelle Maschine installiert.
Folgende Hardware kommt hierbei zum Einsatz:
Prozessor:AMD Athlon64 3000+
Mainboard:Asus A8V delux
Arbeitsspeicher: 1024 MB
Grafikkarte: Radeon 9600 SE mit 128 MB Speicher
Da in einer virtuellen Maschine die Hardware emuliert wird – bzw. konfiguriert werden kann, ergeben sich für die Vista Installation folgende Eckdaten:
Prozessor und Mainboard bleiben gleich bzw. werden entsprechend emuliert
Arbeitsspeicher: eingestellt wurden 512 MB
Grafikkarte: Emuliert wird eine Standard SVGA II Karte
Festplattenkapazität: 12 GB
12 GB stellen das absolute Minimum dar, um Vista zu installieren. Ist weniger Festplattenplatz vorhanden, bricht die Installation ab. Nach einer nackten Vista-Installation sind ca. 5 GB frei.
Die Installation auf einer virtuellen Maschine ist übrigens voll auf eine lokale Installation übertragbar! Für Sie machen meine Erfahrungen also keinen Unterschied.
Die Installation als virtuelle Maschine bringt lediglich immense Vorteile beim Testen!
Installationsablauf:
Microsoft hat sich nun endgültig vom DOS-Modus befreit. Es ist nur kurz am Anfang der Installation ein schwarzes Fenster mit weissem Fortschrittsbalken sichtbar, wenn die erforderlichen Daten von der DVD auf die Festplatte kopiert werden.
Der weitere Verlauf erscheint bereits in den bekannten Windowstypischen Fenstern. Dies betrifft auch die Auswahl der Festplatte. In diesem Fenster sieht man nur die verfügbaren Festplatten und man kann den Installationsort festlegen. NTFS-Formatierung ist nun endlich Standard geworden.
Einstellungen kann man über einen „Erweitert-Button“ vornehmen.
Die nächste Frage betrifft:
Eingabe des Produktcodes
Installationssprache (die Beta gibt es nur in Englisch)
Tastaturlayout (hier ist Deutsch wählbar)
Zeitzone (ebenfalls Deutsch wählbar)
Danach erscheint ein Fenster, welches über die einzelnen Schritte der Installation Auskunft gibt:
Kopieren der Dateien
Entpacken der Dateien
Online Updatesuche
Abschliessende Konfiguration
Während diesen Schritten startet der Computer einige Male neu.
Am Abschluss der Installation erscheint das Einrichten eines Kontos. Damit ist die Installation abgeschlossen.
Im Gegensatz zu Windows XP sind bei der Installation also sehr wenige Fragen zu beantworten!
Die Installationszeit betrug ca. 40 Minuten – dies ist ein sehr guter Wert für eine virtuelle Maschine. Hier dauert die Installation erfahrungsgemäss immer länger als eine lokale Installation.
Sehr negativ ist mir aufgefallen, das Microsoft es wieder verpasst hat, schon bei der Installation auf die Gefahren des Administratorkontos hinzuweisen! Ebenso gibt es während der Installation immer noch keine Möglichkeit/Zwang ein normales Benutzerkonto einzurichten!
Die meisten Sicherheitslücken und –probleme basieren auf dieser Fehlkonfiguration!
Zum Vergleich:
Linux weist schon bei der Installation darauf hin, dass das „Administratorkonto“ (root) nur für Systemverwaltungsaufgaben genutzt werden soll! Linux bietet auch direkt das Anlegen von weiteren, eingeschränkten Konten an! Ausserdem ist die Eingabe eins Passworts für den „root“ zwingend erforderlich – und dies sogar unter Berücksichtigung der Passwortvorschriften (Minimum Zeichenanzahl, Gross- /Kleinschreibung usw.)
Erinnern wir uns an Windows XP:
Hier konnte der User bei der Installation bereits mehrere Konten anlegen. Eine Passwortvergabe war für die Konten nicht möglich (nicht verwechseln mit dem Konto für die Wiederherstellungskonsole am Anfang der Installation).
Ausserdem gab es keinen Hinweis, das alle Konten, die auf diese Weise angelegt wurden bereits über Administrationsrechte verfügten!
Ein folgenreicher Fehler!!!
Neuerungen Windows Vista:
Vista bietet hier nur das Anlegen eines Kontos an. Die Vergabe eines Passworts ist freiwillig.
Weitere Konten müssen nachträglich über die Benutzerverwaltung angelegt werden. Vista gibt nur einen kurzen Hinweis, dass es sich bei diesem Konto um ein Administratorkonto handelt. Auf mögliche Gefahren wird nicht hingewiesen!
Auch diese Änderung sehe ich sicherheitstechnisch als nicht ausreichend an!!
Vorschau:
In meinem nächsten Bericht werde ich auf die Sicherheitsfunktionen eingehen. Momentan kann ich sagen, hier hat sich eine ganze Menge getan!!
Windows Vista bietet schon serienmässig Sicherheitsfeatures an, die wirklich „der Hammer“ sind!!
Bereits diese Beta 2-Version läuft sehr stabil! Fehler oder Systemabstürze konnten bisher nicht festgestellt werden!
Frank Richter