Neuer Virenscanner für das Heimnetzwerk von G Data

Ich habe über Jahre das Produkt AntiVirenKit für Heimnetzwerke von G Data eingesetzt und war sehr zufrieden damit. Dieses wird leider seit ein paar Tagen nicht mehr unterstützt. Deshalb musste ich mit einigen Befürchtungen auf das neue Produkt WLAN-Security 2007 umsteigen.



Themen dieses Berichts (was Sie erwartet):



Allgemein:

Die G Data WLAN-Security hat einen etwas unglückliche Namensgebung, da damit der spezielle Schutz von Wireless-LAN-Netzen assoziiert wird. Das Produkt ist aber eine Client/Server basierte Schutzlösung.

D.h. man installiert den so genannten „AVK-Management-Server“ auf einem Rechner. Der „Management-Server“ ist sozusagen der Verwaltungsdienst und muss um den „AVK-Administrator“ verfollständigt werden, welcher die grafische Komponente für den „Management-Server“ darstellt. Auf die Clients werden dann "Agenten" in Form einer Clientsoftware ohne grafische Oberfläche installiert.

Die Clients werden komplett über den Administrator konfiguriert und verwaltet. Dies stellt eine sehr hohe Arbeitserleichterung dar und belastet die Clienten nicht mit riesigen Installations- und Programmpaketen.



Lieferumfang:

Zum Lieferumfang gehört:



Preis-Leistung:

Gleich möchte ich auf diesen wichtigen Punkt eingehen - ich halte das Angebot schlicht für einen "Oberhammer"!

WICHTIG: Das Programm darf nicht für gewerbliche Zwecke genutzt werden, sondern nur in rein privatem Umfeld!

Preise:

Das Programm kostet 79,95 Euro - eine Updateverlängerung bzw. ein Upgrade kostet 55 Euro – (Angaben ohne Gewähr!).

Leistung:

Dafür wird aber eine ganze Menge geboten!



Installation Administrator:

Die Installation läuft Windowstypisch und relativ schnell ab. Wählt man als Installationsprogramm die WLAN-Security aus kann man noch wählen, ob man den Management-Server inklusive dem Administrator (das Programm zur Fernkonfiguration des Management-Server), den Administrator alleine, oder nur den Clienten installieren will.

Nach der Installation startet ein Assistent, der die wichtigsten Einstellungen abfragt:

Alle oben genannten Punkte können auch übergangen werden und später aus der Programmoberfläche heraus gestartet werden.



Erste Schritte (Administrator):

Nach der Installation ist kein Neustart notwendig. Beim ersten Start des Administrators ist es ZWINGEND notwendig ein Passwort zu vergeben!

Danach startet die Oberfläche, wobei auf der linken Seite bereits alle Clienten dargestellt werden (dies funktioniert perfekt, wenn die entsprechenden Regeln in der Firewall vergeben wurden).

Als erstes sollte man ein Update durchführen.



Update:

Der Administrator übernimmt im Standard automatisch das Laden der Updates (stündlich) und verteilt diese im Push-Verfahren auf die Clienten. Dabei kann man zwischen 3 Updates unterscheiden, welche auch von der Häufigkeit variieren dürfen:

Im Gegensatz zur AVK nimmt man die Aktualität der Virendatenbank übrigens sehr ernst! Es lassen sich Warnmeldungen per E-Mail oder Telefon generieren, wenn die Virensignaturen X Tage alt sind (sehen Sie dazu auch den Bericht zum G Data AVK 2007 --> „Interne Links“.

Neu:

Neu und sehr sinnvoll ist die Möglichkeit, das Benutzer den Client auch manuell updaten dürfen (wenn dies im Administrator erlaubt worden ist). Dies funktioniert sogar, wenn sich z.B. ein Laptop nicht im Netzwerk befindet und somit keine Verbindung zum Management-Server hat! Ebenfalls kann man einstellen, das ein Client, der keine Verbindung hat automatisch eine Verbindung zum Updateserver von G Data im Internet herstellt.



Client-Verteilung:

Dies ist denkbar einfach! Man aktiviert entweder einzelne Rechner aus der Clientliste, oder auch alle, sodass sie im Hauptfenster des Administrators erscheinen. Nun kann man die Clientsoftware installieren. Vorher wird aber noch nach einem Benutzerkonto, Passwort und Domäne gefragt, welches Administratorrechte auf dem Client besitzt.

Nach der Installation sieht man den Client und die Version der Virendatenbank im Administrator.

Probleme:

Bei 3 von 4 Rechnern wurde das Symbol der Clientsoftware nicht in der Taskleiste angezeigt, obwohl sie nachweislich lief. Nach einem Neustart, war das Problem aber behoben und das Symbol war sichtbar.



Einstellungsarbeit:

Danach geht es an die Einstellung der Clients über den Administrator. So können Scan-Jobs definiert werden, die Einstellungen zum Wächter, der E-Mail Prüfung und den möglichen Berechtigungen der Nutzer des Clients gesetzt werden! Dies geschieht weitestgehend ähnlich wie in der AVK 2007.

Weiterhin können Gruppen gebildet werden, die gleiche oder ähnliche Einstellungen im Standard bekommen sollen.



Statistiken:

Zusätzlich werden noch spezielle Statistiken generiert, zu dem Malwareaufkommen, welche Clients sich wann am Server angemeldet haben, wann Updates eingespielt wurden usw.
Auch die Quarantäne liegt zentral auf dem Server und Dateien können von dort auch wieder netzwerkweit zurück bewegt werden (im Falle eines False Positives). Es besteht aber auch die Möglichkeit einem Client einen lokalen Quarantäneordner anzulegen (sinnvoll bei Laptops, welche mobil eingesetzt werden).



Funktionen Client:

In der Standardeinstellung hat man im Client nur die Möglichkeit die "Info" aufzurufen. Also Daten zur Version und der Aktualität der Virensignaturen.

Im Administrator kann man aber bei Bedarf zusätzliche Funktionen freigeben - welche sich auch mit einem Passwort schützen lassen.

Folgende Funktionen sind möglich:



Firewall:

Die Firewall ist, wie schon kurz erwähnt, ein zusätzliches Modul, welche sich eigenständig installieren lässt.

Neben den typischen Funktionen einer Desktop-Firewall werden folgende Funktionen geboten:



Zusammenfassung:

Insgesamt ein rundum perfektes Angebot! Während meiner 3 jährigen Erfahrung mit dem Vorgängerprodukt (welches übrigens nur 3 Clients verwalten konnte/durfte) sind keinerlei Probleme aufgetreten!

Da die WLAN-Security eine direkte Weiterentwicklung ist, gehe ich davon aus, sie wird ebenso stabil laufen.

Trotz den umfangreichen Möglichkeiten ist die Einarbeitungszeit gering. Alle Verbesserungen zur Vorversion, welche ich auch bei G Data bemängelt habe, sind sehr sinnvoll behoben worden!

Über die Erkennungsraten der G Data-Lösungen braucht man nicht mehr viel Worte zu verlieren, da sie über Jahre sowohl in der Erkennungsrate, wie auch der Reaktionszeit immer Spitzenplätze belegt hat – sehen Sie hierzu --> „Externe Links“.

Auch die E-Mailüberwachung wurde sehr vereinfacht. Mussten vorher noch umfangreiche (Proxy-)Einstellungen vorgenommen werden, ist dies nun nicht mehr nötig.

Deshalb meine ganz klare Empfehlung für dieses Produkt! Meine anfänglichen Befürchtungen zur möglicherweise fest integrierten Firewall haben sich nicht bewahrheitet! Auch dieser Punkt wurde von G Data perfekt gelöst!



Interne Links:

Bericht G Data AVK 2007: http://www.security-dome.eu/G-Data_AVK2007_Test.html



Externe Links:

G Data WLAN-Security 2007: http://www.gdata.de/trade/DE/productview/742/3/

AV-Comperatives Testergebnisse: http://www.av-comparatives.org



Weitere Informationen bzw. zur Diskussion dieses Beitrags besuchen Sie unser Forum unter --> http://www.security-dome.eu/forum/pA/




Autor: Frank Richter

Copyright: Frank Richter – securITy-dome.eu

Erstellungsdatum: 23.04.07

Letzte Aktualisierung: 24.04.07



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