Empfehlung DIGITUS USB zu IDE/SATA Connector – Vorstellung:
Bedingt durch diverse Festplattenausfälle in letzter Zeit habe ich nach einer Möglichkeit gesucht Festplatten einfach und schnell an einen Rechner anzuschliessen, um eine Datenrettung durchzuführen. Der entscheidende Tipp kam von meinem Freund und Forum-Kollegen „Ansgar“.
Themen dieses Berichts (was Sie erwartet):
Allgemein
Produktvorstellung --> Packungsinhalt
Einstatzzwecke
Vorteile
Betrieb --> Kompatible Festplatten / SATA Festplatten / Jumper / Alte Festplattenmodelle / Windows XP / Windows Vista / USB 1.1 & 2.0 / VMWare
Inkompatibilitäten --> „Norton GoBack“ auf dem Host installiert / „Norton GoBack“ nicht auf dem Host installiert
Alternative
Zusammenfassung
Interne Links
Externe Links
Allgemein:
Festplattendefekte sind an sich schon eine unangenehme Sache! Wenn man dazu aber auch noch tiefgreifende „Schraubarbeiten“ durchführen muss, um z.B. von einer Systemfestplatte die Daten zu retten ist das ärgerlich und zeitintensiv.
Aber auch für andere Einsatzzwecke wünschen sich wohl viele eine „Universal-Box“ zur einfachen Inbetriebnahme von Festplatten. Dies wird durch die verschiedenen Formfaktoren und Anschlussschnittstellen nochmals erschwert.
Produktvorstellung:
DIGITUS hat mit dem Produkt „USB 2.0 To IDE & SATA Adapter Cable“ eine genial einfache Möglichkeit geschaffen, um mannigfaltige Aufgaben und Einsatzzwecke zu erfüllen. Dies sogar über die Grenzen unterschiedlicher Formfaktoren und Anschlussstandards hinweg.
Packungsinhalt:
Auf kleinem Raum sind alle notwendigen Teile untergebracht. Die einzelnen Teile sehen Sie in dem folgenden Bild:
Zum Packungsinhalt gehören also folgende Teile:
Netzteil mit folgenden Eckdaten: AC 100-240V 50/60Hz 0,7A – DC 5V 1,5A – DC 12V 1,5A – inkl. 5/12V Stromanschluss für 3,5 Zoll-Festplatten
Standardstromkabel
SATA Datenkabel
5/12V Stromkabel für 1,8 und 2,5 Zoll-Festplatten
5/12V Stromkabel für SATA Festplatten mit abgewinkeltem Anschluss
USB 2.0 zu IDE/SATA Connector
Mini-CD mit Handbuch und Treibersoftware
USB 2.0 zu IDE/SATA Connector:
Der Connector hat ein USB-Anschlusskabel, 3 Anschlüsse und 3 LED-Statusanzeigen:
Die Anschlüsse und Status-LED`s im Einzelnen sehen Sie in dem folgenden Bild:
Eine Nahaufnahme des SATA-Anschlusses sehen Sie hier:
Somit sind auf kleinstem Raum – aber trotzdem sehr bedienerfreundlich alle Anschlüsse untergebracht! Als besonderer Vorteil ist die Handlichkeit und Griffigkeit zu nennen! Gerade bei 2,5 Zoll-Festplatten sind die kleinen IDE-Stecker kaum zu handhaben, was dann oftmals in schief abgezogenen Steckern und damit verbogenen Pins endet. Dies passiert bei „DIGITUS“ nicht.
Einsatzzwecke:
Der Grund für die Anschaffung einer „DIGITUS Adapter“ kann sehr viele unterschiedliche Situationen haben:
Datenrettung von Festplatten, die ungewöhnliche Geräusche machen oder durch „S.M.A.R.T-Fehler“ (Self-Monitoring, Analysis and Reporting Technologie). S.M.A.R.T Erklärungen finden Sie unter --> „Externe Links“.
unkompliziertes Backup von Systemfestplatten /-partitionen
unkomplizierter Restore von Systemfestplatte /-partitionen
unkomplizierte Dateiübertragung
unkomplizierte Festplatten- und Dateisynchronisation
Vorteile:
Diese Hardwarelösung bietet durch Ihre Flexibilität und Kontaktmöglichkeiten die Basis für viele individuelle Aufgaben. Deshalb kann ich die Vorteile nur annähernd benennen:
leichte und sichere Bedienung durch die gute Griffigkeit, die ein gleichmässiges Ein- und Abstecken von Festplatten ermöglicht, ohne die Gefahr Pins zu verbiegen
einfacher und schneller Anschluss verschiedener Festplatten, Formfaktoren und Bussystemen
keine Schraubarbeiten wie z.B. bei Wechselrahmen, PC-Einbau oder USB-Festplattengehäusen
einfache Datenübertragung bei grossen Datenmengen
schnellere Datenübertragung als z.B. über Netzfreigaben
Festplatten mit Problemen werden für den Restore weniger belastet, als wenn sie lokal eingebaut werden und den langen Bootprozess überstehen müssen
für den Preis hochwertige Verarbeitung
komplettes System mit allen Kabeln und Adaptern
günstiger Preis (knapp 20 Euro)
Windows XP, Vista und Server 2003 benötigen keine Treiber-CD, da schon alle Treiber vorhanden sind
Betrieb:
Im laufenden Betrieb zeigten sich keine Probleme (ausser einer Inkompatibilität, die aber als normal anzusehen ist – siehe auch --> „Inkompatibilität“) und keine Einschränkungen. Man sollte nur beachten, dass man bei dem ersten Anschluss an einen Rechner als Benutzer mit Administratorrechten angemeldet ist.
Kompatible Festplatten:
Angeschlossen wurden folgende Festplatten:
Western Digital WD400BB IDE / 3,5 Zoll – (erkannt)
Western Digital WD120BB IDE / 3,5 Zoll – (erkannt)
Conner CFS1275A 1,2 GB IDE / 3,5 Zoll – (erkannt)
Toshiba MK2023 20 GB IDE / 2,5 Zoll – (erkannt)
SATA Festplatten:
SATA Festplatten wurden von mir nicht getestet. Laut Aussagen von „Ansgar“ funktionieren diese auch ohne Probleme.
Jumper:
Es ist beim Anschluss von Festplatten zu beachten, das keine Jumper gesetzt sind!
Alte Festplattenmodelle:
Am Beispiel der Conner Festplatte ist zu ersehen, das auch alte Festplatten (ca. 1995) sicher erkannt und betrieben werden können.
Windows XP:
Bei dem ersten Anschluss des „Digitus Adapters“ ist darauf zu achten, das man mit administrativen Berechtigungen angemeldet ist. Ist der Treiber für den Adapter installiert, werden die spezifischen Treiber für die angeschlossenen Festplatten je nach Bedarf nachgeladen. Dies funktioniert dann auch unter eingeschränkten Berechtigungen.
Weiterhin erscheinen bei der Installation der Treiber unter Windows XP zwei Warnungen, das der „Kompatibilitätstest“ nicht bestanden wurde. Übergeht man diese Warnungen, wird die Installation ohne Probleme vollendet und auch während dem Betrieb treten keine Probleme auf.
Windows Vista:
Der Einsatz ist auch unter Windows Vista problemlos möglich. Auch hier werden nach einer Warnung durch die UAC alle benötigten Treiber installiert.
USB 1.1 & 2.0:
Ebenso ist USB 2.0 nicht Vorraussetzung, da auch ein Test mit einem reinen USB 1.1 Anschluss ohne Probleme funktionierte – dann allerdings mit Geschwindigkeitseinbussen.
VMWare:
Auch unter der aktuellen VMWare 6.0 kann der „Digitus Connector“ problemlos angeschlossen und genutzt werden, wenn die USB-Unterstützung für die virtuelle Maschine aktiviert ist.
Inkompatibilitäten:
Massive Inkompatibilitäten sind allerdings im Zusammenhang mit „Norton GoBack“ zu beobachten! Einen Bericht zu „Norton GoBack“ finden Sie unter --> „Interne Links“.
„Norton GoBack“ auf dem Host installiert:
Ist „Norton GoBack“ auf dem Host installiert und es wird eine Festplatte angeschlossen, die ebenfalls mit „Norton GoBack“ geschützt wurde ist kein Betrieb möglich! Es wurden zwei Reaktionen beobachtet:
beim Installieren der benötigten Festplattentreiber macht der Rechner einen Reboot ohne Fehlermeldung
beim Installieren der benötigten Festplattentreiber erfolgt ein Bluescreen mit Hinweis auf den „GoBack“-Treiber
„Norton GoBack“ nicht auf dem Host installiert:
Ist „Norton GoBack“ nicht auf dem Host installiert, es wird aber eine Festplatte angeschlossen, die durch „Norton GoBack“ geschützt wurde, wird kein Laufwerksbuchstabe zugewiesen und das Dateisystem ist auch nicht lesbar. In der Datenträgerverwaltung hat man nur die Option „formatieren“. Wird dies durchgeführt, wird die Festplatte im „RAW-Format“ formatiert und ist nicht zu gebrauchen.
Um die Festplatte wieder normal nutzen zu können, müssen erst das DOS-Programm „FDISK“ über eine Boot-Diskette ausgeführt werden. Hierzu muss das Laufwerk lokal im Rechner eingebaut sein. Es müssen alle Partitionen gelöscht werden, bevor sie wieder neu erstellt werden können.
Mir bekannte Festplattenprogramme (unter Windows ausgeführt) konnten die Festplatte nicht reparieren.
Alternative:
Als Alternative kann man nur eine durch „Norton GoBack“ geschützte Festplatte lokal an einen Rechner mit installiertem „Norton GoBack“ einbauen. Dann wird diese Festplatte problemlos erkannt und man kann auch das Dateisystem bearbeiten. Allerdings muss eine evtl. beschädigte Festplatte dann den Boot-Prozess überstehen.
Zusammenfassung:
Der „DIGITUS Connector“ ist eine Hardwarelösung, die ohne Einschränkungen empfohlen werden kann! Für den Preis von knapp 20 Euro kann man es durchaus als Schnäppchen bezeichnen, für welches es weder preislich noch funktionell eine Alternative gibt.
Die beobachteten Inkompatibilitäten mit „Norton GoBack“ sind weitestgehend systembedingt, da „Norton GoBack“ den MBR verändert.
Es ist im Bereich des Möglichen, das ähnliche Schwierigkeiten auftauchen könnten, wenn Festplatten einen Boot-Manager installiert haben, da auch Boot-Manager den MBR verändern. Allerdings sollte dies nicht passieren, da ein „Sperr-Flag“ gesetzt ist und somit kein Boot möglich ist. Ebenso sollte ein Zugriff auf das Filesystem problemlos möglich sein.
Dies habe ich aber nicht getestet. Auch mit Roxio „BackOnTrack“ dürfte das Ergebnis ähnlich sein. Auch dies habe ich noch nicht getestet. Einen Bericht zu Roxio „BackOnTrack“ finden Sie unter --> „Interne Links“.
Interne Links:
Beschreibung Norton GoBack: http://www.security-dome.eu/GoBack.html
BackOnTrack Vorstellung – Teil 1: http://www.security-dome.eu/BackOnTrack_Home-Test1.html
BackOnTrack Funktionen im Detail – Teil 2: http://www.security-dome.eu/BackOnTrack_Home-Test2.html
BackOnTrack Systeminternas und Zusammenfassung – Teil 3: http://www.security-dome.eu/BackOnTrack_Home-Test3.html
Externe Links:
Erklärungen zur S.M.A.R.T-Technologie: http://de.wikipedia.org/wiki/Self-Monitoring,_Analysis_and_Reporting_Technology
Weitere Informationen bzw. zur Diskussion dieses Beitrags besuchen Sie unser Forum unter --> http://www.security-dome.eu/forum/pA/
Autor: Frank Richter
Copyright: Frank Richter – securITy-dome.eu
Erstellungsdatum: 03.09.07
Letzte Aktualisierung: 03.09.07