Empfehlung DIGITUS USB zu IDE/SATA Connector – Vorstellung:

Bedingt durch diverse Festplattenausfälle in letzter Zeit habe ich nach einer Möglichkeit gesucht Festplatten einfach und schnell an einen Rechner anzuschliessen, um eine Datenrettung durchzuführen. Der entscheidende Tipp kam von meinem Freund und Forum-Kollegen „Ansgar“.



Themen dieses Berichts (was Sie erwartet):



Allgemein:

Festplattendefekte sind an sich schon eine unangenehme Sache! Wenn man dazu aber auch noch tiefgreifende „Schraubarbeiten“ durchführen muss, um z.B. von einer Systemfestplatte die Daten zu retten ist das ärgerlich und zeitintensiv.

Aber auch für andere Einsatzzwecke wünschen sich wohl viele eine „Universal-Box“ zur einfachen Inbetriebnahme von Festplatten. Dies wird durch die verschiedenen Formfaktoren und Anschlussschnittstellen nochmals erschwert.



Produktvorstellung:

DIGITUS hat mit dem Produkt „USB 2.0 To IDE & SATA Adapter Cable“ eine genial einfache Möglichkeit geschaffen, um mannigfaltige Aufgaben und Einsatzzwecke zu erfüllen. Dies sogar über die Grenzen unterschiedlicher Formfaktoren und Anschlussstandards hinweg.

Packungsinhalt:

Auf kleinem Raum sind alle notwendigen Teile untergebracht. Die einzelnen Teile sehen Sie in dem folgenden Bild:




Zum Packungsinhalt gehören also folgende Teile:

USB 2.0 zu IDE/SATA Connector:

Der Connector hat ein USB-Anschlusskabel, 3 Anschlüsse und 3 LED-Statusanzeigen:




Die Anschlüsse und Status-LED`s im Einzelnen sehen Sie in dem folgenden Bild:




Eine Nahaufnahme des SATA-Anschlusses sehen Sie hier:




Somit sind auf kleinstem Raum – aber trotzdem sehr bedienerfreundlich alle Anschlüsse untergebracht! Als besonderer Vorteil ist die Handlichkeit und Griffigkeit zu nennen! Gerade bei 2,5 Zoll-Festplatten sind die kleinen IDE-Stecker kaum zu handhaben, was dann oftmals in schief abgezogenen Steckern und damit verbogenen Pins endet. Dies passiert bei „DIGITUS“ nicht.



Einsatzzwecke:

Der Grund für die Anschaffung einer „DIGITUS Adapter“ kann sehr viele unterschiedliche Situationen haben:



Vorteile:

Diese Hardwarelösung bietet durch Ihre Flexibilität und Kontaktmöglichkeiten die Basis für viele individuelle Aufgaben. Deshalb kann ich die Vorteile nur annähernd benennen:



Betrieb:

Im laufenden Betrieb zeigten sich keine Probleme (ausser einer Inkompatibilität, die aber als normal anzusehen ist – siehe auch --> „Inkompatibilität“) und keine Einschränkungen. Man sollte nur beachten, dass man bei dem ersten Anschluss an einen Rechner als Benutzer mit Administratorrechten angemeldet ist.

Kompatible Festplatten:

Angeschlossen wurden folgende Festplatten:

SATA Festplatten:

SATA Festplatten wurden von mir nicht getestet. Laut Aussagen von „Ansgar“ funktionieren diese auch ohne Probleme.

Jumper:

Es ist beim Anschluss von Festplatten zu beachten, das keine Jumper gesetzt sind!

Alte Festplattenmodelle:

Am Beispiel der Conner Festplatte ist zu ersehen, das auch alte Festplatten (ca. 1995) sicher erkannt und betrieben werden können.

Windows XP:

Bei dem ersten Anschluss des „Digitus Adapters“ ist darauf zu achten, das man mit administrativen Berechtigungen angemeldet ist. Ist der Treiber für den Adapter installiert, werden die spezifischen Treiber für die angeschlossenen Festplatten je nach Bedarf nachgeladen. Dies funktioniert dann auch unter eingeschränkten Berechtigungen.

Weiterhin erscheinen bei der Installation der Treiber unter Windows XP zwei Warnungen, das der „Kompatibilitätstest“ nicht bestanden wurde. Übergeht man diese Warnungen, wird die Installation ohne Probleme vollendet und auch während dem Betrieb treten keine Probleme auf.

Windows Vista:

Der Einsatz ist auch unter Windows Vista problemlos möglich. Auch hier werden nach einer Warnung durch die UAC alle benötigten Treiber installiert.

USB 1.1 & 2.0:

Ebenso ist USB 2.0 nicht Vorraussetzung, da auch ein Test mit einem reinen USB 1.1 Anschluss ohne Probleme funktionierte – dann allerdings mit Geschwindigkeitseinbussen.

VMWare:

Auch unter der aktuellen VMWare 6.0 kann der „Digitus Connector“ problemlos angeschlossen und genutzt werden, wenn die USB-Unterstützung für die virtuelle Maschine aktiviert ist.



Inkompatibilitäten:

Massive Inkompatibilitäten sind allerdings im Zusammenhang mit „Norton GoBack“ zu beobachten! Einen Bericht zu „Norton GoBack“ finden Sie unter --> „Interne Links“.

Norton GoBack“ auf dem Host installiert:

Ist „Norton GoBack“ auf dem Host installiert und es wird eine Festplatte angeschlossen, die ebenfalls mit „Norton GoBack“ geschützt wurde ist kein Betrieb möglich! Es wurden zwei Reaktionen beobachtet:

Norton GoBack“ nicht auf dem Host installiert:

Ist „Norton GoBack“ nicht auf dem Host installiert, es wird aber eine Festplatte angeschlossen, die durch „Norton GoBack“ geschützt wurde, wird kein Laufwerksbuchstabe zugewiesen und das Dateisystem ist auch nicht lesbar. In der Datenträgerverwaltung hat man nur die Option „formatieren“. Wird dies durchgeführt, wird die Festplatte im „RAW-Format“ formatiert und ist nicht zu gebrauchen.

Um die Festplatte wieder normal nutzen zu können, müssen erst das DOS-Programm „FDISK“ über eine Boot-Diskette ausgeführt werden. Hierzu muss das Laufwerk lokal im Rechner eingebaut sein. Es müssen alle Partitionen gelöscht werden, bevor sie wieder neu erstellt werden können.

Mir bekannte Festplattenprogramme (unter Windows ausgeführt) konnten die Festplatte nicht reparieren.

Alternative:

Als Alternative kann man nur eine durch „Norton GoBack“ geschützte Festplatte lokal an einen Rechner mit installiertem „Norton GoBack“ einbauen. Dann wird diese Festplatte problemlos erkannt und man kann auch das Dateisystem bearbeiten. Allerdings muss eine evtl. beschädigte Festplatte dann den Boot-Prozess überstehen.



Zusammenfassung:

Der „DIGITUS Connector“ ist eine Hardwarelösung, die ohne Einschränkungen empfohlen werden kann! Für den Preis von knapp 20 Euro kann man es durchaus als Schnäppchen bezeichnen, für welches es weder preislich noch funktionell eine Alternative gibt.

Die beobachteten Inkompatibilitäten mit „Norton GoBack“ sind weitestgehend systembedingt, da „Norton GoBack“ den MBR verändert.

Es ist im Bereich des Möglichen, das ähnliche Schwierigkeiten auftauchen könnten, wenn Festplatten einen Boot-Manager installiert haben, da auch Boot-Manager den MBR verändern. Allerdings sollte dies nicht passieren, da ein „Sperr-Flag“ gesetzt ist und somit kein Boot möglich ist. Ebenso sollte ein Zugriff auf das Filesystem problemlos möglich sein.

Dies habe ich aber nicht getestet. Auch mit Roxio „BackOnTrack“ dürfte das Ergebnis ähnlich sein. Auch dies habe ich noch nicht getestet. Einen Bericht zu Roxio „BackOnTrack“ finden Sie unter --> „Interne Links“.



Interne Links:

Beschreibung Norton GoBack: http://www.security-dome.eu/GoBack.html

BackOnTrack Vorstellung – Teil 1: http://www.security-dome.eu/BackOnTrack_Home-Test1.html

BackOnTrack Funktionen im Detail – Teil 2: http://www.security-dome.eu/BackOnTrack_Home-Test2.html

BackOnTrack Systeminternas und Zusammenfassung – Teil 3: http://www.security-dome.eu/BackOnTrack_Home-Test3.html



Externe Links:

Erklärungen zur S.M.A.R.T-Technologie: http://de.wikipedia.org/wiki/Self-Monitoring,_Analysis_and_Reporting_Technology



Weitere Informationen bzw. zur Diskussion dieses Beitrags besuchen Sie unser Forum unter --> http://www.security-dome.eu/forum/pA/




Autor: Frank Richter

Copyright: Frank Richter – securITy-dome.eu

Erstellungsdatum: 03.09.07

Letzte Aktualisierung: 03.09.07



<-- Zurück zu den News